Reading Rooms

Eine Ausstellung des Masters »deep speed typography« der Hochschule Mainz

29. April
– 16.Mai
2021

Du liest. Jetzt, hier. Aber wann liest du eigentlich nicht? Schrift ist in unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Egal ob bewusst oder unbewusst, das Lesen begleitet uns über den Tag.

Wann fängt lesen an und wo hört es auf? Können wir unsere Wahrnehmung unabhängig vom Lesen betrachten? Und was beeinflusst unser Leseverhalten?

»Seit ich die dürren schwarzen Zeichen zu lebendigen Wirklichkeiten zusammenfügen konnte, war ich allmächtig.

Ich konnte lesen.«
Alberto Manguel

Reading Rooms ist eine Ausstellung des Master­studien­gangs deep speed typography der Hochschule Mainz. In sechs Schaufenstern visualisieren die Studierenden des Kommunikationsdesigns unterschiedliche Thesen zum Lesen. Jedes Schaufenster zeigt als Reading Room eine andere Facette des Lesens.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Thesen zum Lesen - ein Reader, in dem neben historischen und theoretischen Perspektiven auch die Zukunft des Lesens reflektiert wird. Im Mai und Juni folgt im wöchentlichen Rhythmus die Online-Konferenz READ ON & ON. Hier geben 17 Referent_innen Einblicke in ihre Arbeiten rund um Typografie, Lesen und Schriftgestaltung.

  • Lesen ist überall

    +

    Wer meint, die Frage: »Liest du viel?« mit einem »Nein« beantworten zu müssen, liegt falsch. Gelesen wird immer und überall, auch dort, wo man keinen Text erwartet – beim Spaziergang durch die Stadt, beim Einkaufen oder daheim auf der Toilette. Dabei lesen wir häufig so beiläufig und intuitiv, dass wir Lesen gar nicht als Aktivität wahrnehmen. Achten Sie mal darauf, wo Sie überall lesen! Wir sind der Überzeugung, dass heute so viel gelesen wird wie nie zuvor.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Melanie Scheer, Waldemar Klimenko

  • Lesen ist dynamisch

    +

    Lesen kann man schnell und langsam. Manche Texte lesen wir aufmerksam und sorgfältig; wir lassen uns Zeit, um ihren Inhalt zu verstehen. Das ist aber nicht immer möglich. Schrift steht nur selten still. Viele Texte lesen wir während wir uns selbst bewegen oder sie bewegen sich an uns vorbei. Wenn wir ihren Inhalt trotzdem erfassen wollen, brauchen wir etwas Hilfe – durch die typografische Gestaltung.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Frederike Preusser, Frederik Merkel

  • Lesen ist Erkennen

    +

    Schrift ist Form und Inhalt zugleich. Beim Lesen sehen wir auf einen Blick Wörter, Sätze und Textblöcke oder nehmen diese direkt als Bild wahr. Typografie dient nicht zwangsweise nur der Informationsvermittlung, sie kann auch ästhetische Funktionen erfüllen. In einer reizüberflutenden Umgebung ist auch das Erregen von Aufmerksamkeit ein wichtiges Ziel.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Rebbeca Schönwitz, Frederik Merkel

  • Lesen ist Hören

    +

    Lesen ersetzt oder unterstützt häufig den Sinneseindruck des Hörens. Beim »Sprechenden Lesen« wird der Text in leicht verständliche, kurze Sinnschritte gegliedert, die besser verarbeitet werden können. Wir nehmen oft eine innere Stimme wahr, die unterbewusst im Kopf mitliest. So werden unbekannte Wörter vom Klang- und Schriftbild verarbeitet und nachhaltig im Gedächtnis verankert. Beispiele sind Untertitel bei Videos, Songtexte, Lesen von Lyrik und Lehrmaterialien für Leseanfänger_innen.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Camilla Schröer, Andreas Blindert

  • Lesen ist sprunghaft

    +

    Wie lesen wir? – Zeile für Zeile? Von links nach rechts?
    Die großen Bälle zeigen, an welchen Punkten das Auge ruht und sieht. Zwischen diesen sogenannten Fixationspunkten bewegt sich das Auge entlang der kleineren Kugeln. Dabei handelt es sich um eine blinde Bewegung, während der wir nicht aktiv etwas sehen bzw. lesen. Dieser Sprung wird auch Sakkade genannt. Das Schaufenster basiert auf dem oben abgebildeten Beispiel aus »100 Things every designer needs to know about people« von Susan M. Weinschenk.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Patricia Schmid, Marco Bazelmans

  • Lesen ist Ansichtssache

    +

    Unter kritischem Lesen verstehen wir das Hinterfragen des Gelesenen. Dabei kommt es auf die Perspektive der Leser_innen an. Sind sie motiviert, wollen sie lesen und wie legen sie den Text aus? Manche Texte können zwischen den Zeilen gelesen werden und bieten somit einen gewissen Interpretationsfreiraum. Hierbei spielen die Metaebene und Tonalität eine große Rolle. Durch sie bekommt das Gelesene seine Wirkung.

    Konzeption, Texte und Gestaltung: Anna-Lena Würth, Felicitas Breuer

LUX
Karte Standort LUX

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DESIGN(PLUS) – Eine Veranstaltungsreihe zur Relevanz von Design Heute.

DESIGN(PLUS) ist eine inter-disziplinäre Veranstaltungsreihe der Fachrichtungen Kommunikationsdesign und Innenarchitektur an der Hochschule Mainz in Kooperation mit dem Institut für Neue Technische Form (INTeF) Darmstadt. Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfond der Hochschule Mainz.

Reader

Eine Publikation
zum Lesen von heute
– und morgen.

Thesen
zum Lesen

Typografie formt das, was wir lesen. Sie hilft uns In­halte einzu­schätzen. So kann Sie Lösungen bieten für ein kon­zen­trier­tes Lesen, aber auch für einen orientieren­den Überblick.

Was macht Lesen aus und wie ver­ändern sich unsere Ge­wohn­hei­ten durch aktu­elle Ent­wick­lungen? Vor allem aber: Wie sieht die Zu­kunft des Lesens aus?

Typo­grafie muss auf die­se Fra­gen Ant­wor­ten bieten, um digi­talen Medien und ver­änderten Nutzungs­gewohn­heiten ent­sprechen zu können.

In unserem Reader sind wir der Frage nach­gegangen, wie wir lesen und welche Auf­gabe den Typo­graf_Innen im Lau­fe der Zeit zu­fiel.

»Die sinkende An­zahl an ge­druck­ten Bü­chern und Zei­tungen bei einem gleich­zeitigen Ans­tieg der Lese­häufig­keit lässt nur den Schluss zu, dass sich Identitäts­arbeit von spe­zi­fischen Lese­medien auf das Lesen als Tä­tig­keit an sich hin verlagert.«
AXEL KUHN

Es gibt verschiedene Fak­tor­en, die unser Lesen beein­flus­sen, wobei Typo­grafie und Ge­staltung immer eine Ant­wort auf die Bedürf­nisse der Lesenden ist.

Die Tätig­keit des Lesens ist nicht bloß vom Medium ab­hängig, son­dern auch von etwa der eigenen Mo­ti­va­tion und In­ten­tion, der Ge­schwin­dig­keit und des Um­feldes, in welchem wir lesen. In der Dis­kussion mit den Studieren­den unseres Mas­ters »deep speed typography« über eine mögliche Kate­gori­sierung des Lesens kamen viele neue Ideen und Aspekte auf, die wir in dieser Publi­kation zusammen­ge­tragen haben.

Diese Publi­kation zeigt, dass sich Wissen­schaft­ler_Innen und Ge­stalt­er_Innen schon lange mit Schrift und Lesen beschäf­tigen. Dabei wird deut­lich, dass vor allem die Lesen­den immer weiter in den Fo­kus rücken. Denn als Lesende ent­schei­den wir letzt­end­lich, wie wir wel­chem Text in welchem Kon­text be­geg­nen. Die Ge­staltung re­agiert dabei auf die Be­dürf­nisse der Lesenden und muss Ant­worten bie­ten, um digi­talen Me­dien und sich ver­än­dern­den Lese­ge­wohn­hei­ten ent­sprech­en zu können.

Die letzten hundert Jahre waren eine Zeit großen Wandels – nicht nur in der Kultur, Politik, Technik und Kunst. Die Veränderungen waren so allumfassend, dass sie vor dem Lesen keinen Halt gemacht haben. So hat sich auch das Handwerk der Typograf_Innen mit sich verändernden gesellschaftlichen Ansprüchen entwickelt. Der darüber entstandene Diskurs ist vielseitig. Immer wieder wurden klare Regeln oder Vorgaben aus-gegeben, nur um dann von der nächsten Generation auf den Prüfstand gestellt zu werden. Es kam sogar zum großen Typografie-streit der Moderne. Man forderte durchgängige Kleinschreibung und optimierte Kommunikation, oder aber die Besinnung auf handwerkliche Grundregeln und Sehgewohnheiten.

Heute begegnet uns Text in so vielseitiger Form, dass wir uns anders mit dem Lesen beschäftigen. Was im letzten Jahrhundert noch eine größtenteils typografische Debatte war, wird heute vor allem sozialwissenschaftlich und politisch betrachtet. Es geht um Teilhabe, denn soziale Medien und digitale Texte verändern unseren Umgang mit Typografie. Autorschaft wird partizipativer. Angesichts der Möglichkeit, Texte während des Lesens zu verändern, ist eine neue gestalterische Herausforderung entstanden: Die Übergänge zwischen den Lesearten werden zum Gestaltungsgegenstand. 

DESIGN(PLUS) – Eine Veranstaltungsreihe zur Relevanz von Design Heute.

DESIGN(PLUS) ist eine inter-disziplinäre Veranstaltungsreihe der Fachrichtungen Kommunikationsdesign und Innenarchitektur an der Hochschule Mainz in Kooperation mit dem Institut für Neue Technische Form (INTeF) Darmstadt. Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfond der Hochschule Mainz.

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Read on & on

DESIGN(TALKS)
17 interdisziplinäre Gespräche
über Design und Typografie.

Wie
lesen wir
heute?
16.6.21 – 17:00 UHR – GAYANE YERKANYAN – MARC SCHÜTZ – CLEMENS GRAMESPACHER

Virtuelle Gespräche – 5. Mai bis 23. Juni 2021, mittwochs von 18:00 bis 20:00 Uhr.

READ ON & ON lädt zu einer interdisziplinären Vortragsreihe über die Vielfalt, Komplexität und Schönheit von Design und Typografie ein.

An 8 Mittwochabenden eröffnen je zwei Vorträge einen ganz besonderen Blick auf die Schwerpunkte, mit denen sich die Studierenden im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigen. Anschließend werden im offenen Gespräch zwischen Redner_Innen aus verschiedensten Disziplinen, Studierenden und Teilnehmenden Fragen und Antworten ergründet.

»Es scheint, als wären mediale Botschaften zum Vorbild der erlebten Wirklichkeit geworden und somit der primäre Bezugspunkt für Identität.«
AXEL KUHN

Schrift bewegt und beeinflusst unser Leben jeden Tag, im Großen wie im Kleinen, bemerkt wie unbemerkt. Die vom Kommunikationsdesign-Master der Hochschule Mainz veranstaltete interdisziplinäre Vortragsreihe READ ON & ON befasst sich mit der Vielfalt, Komplexität und Schönheit von Typografie.

Zur Teilnahme sind sowohl Studierende, Lehrende, Fachbereichsangehörige als auch externe Zuhörer_Innen eingeladen. Die Vortragsreihe startet am Mittwoch, den 5. Mai und endet am 23. Juni. Das Programm und der Link zur Online-Veranstaltung werden auf dieser Website veröffentlicht.

Fortsetzung der ReadOn-Konferenz, 2018, Hochschule Mainz. readon.hs-mainz.de

    Programm

    5. Mai
  • Andreas Uebele

    +
    18:00

    Andeas Uebele befindet sich an der Schnittstelle von Architektur und Grafikdesign. Die anfangs stiefmütterlich behandelte Überschneidung beider Disziplinen hat Uebele zu seinem Fachgebiet gemacht: Er ist Verfasser des Grundlagenwerkes zur Gestaltung von Orientierungssystemen und zeigt in seinen Projekten, dass Typografie im Raum ein elementares Detail ist, das Identität und Orientierung schafft und die Gestaltung eines Projektes als Ganzes vollendet.

    Andreas Uebele, 1960 geboren, studierte Architektur und Städtebau an der Universität Stuttgart und Freie Grafik an der Kunstakademie Stuttgart, hier gründete er 1996 sein eigenes Büro für visuelle Kommunikation. Seit 1998 ist er ist Professor für visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf und ist unter anderem Mitglied in der Alliance Graphique Internationale und im Type Directors Club of New York.

    Foto: Joachim Baldauf

  • Stefanie Vogl

    +
    19:00

    Schriften wurden in den letzten Jahren immer vielfältiger und ausgefallener. Wie gelingt es als Gestalter_in, immer wieder Neues zu kreieren? Stefanie Vogl ist eine Berliner Type-Designerin, Art Direktorin und Gründerin von OMFD Official. Die Designerin schöpft Inspiration für ihre experimentelle Schriften aus ihrem Alltag und lässt sich bei ihren Arbeiten von Emotionen inspirieren. In diesem Vortrag erfahren wir mehr über ihre Projekte und den Prozess der Konzeption außergewöhnlicher Schriften.

  • 12. Mai
  • David Liebermann & Jana Reddemann

    +
    18:00

    David Liebermann und Jana Reddemann sind Master­absolvent_innen der Klasse Grafik der Hoch­schule für bildende Künste Ham­burg und bilden gemeinsam mit Maximilian Kiepe das Ham­burger Design­studio Liebermann Kiepe Reddemann. Ihre viel­fältigen Ar­beiten setzen neueste digitale Tech­nologien ein. Es entstehen unkonventionelle Websites, die großen Spaß machen und den aktuellen Zeitgeist zelebrieren. Kunst, Type und Technologie – der Talk wird sich rund um das Thema Web­typo­grafie drehen.



    LIEBERMANN
    KIEPE
    REDDEMANN.DE

  • Akiem Helmling

    +
    19:00

    Akiem Helmling, geboren 1971 in Heidelberg, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Mannheim und Type-Design an der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten (KABK) in Den Haag, Niederlande. 1999 gründete er gemeinsam mit Bas Jacobs und Sami Kortemäki die heute weltweit bekannte Type-Foundry Underware. Darüber hinaus ist er im Museum für zeit­genössische Kunst West Den Haag aktiv. Er lebt in Den Haag.

  • 19. Mai
  • Marian Misiak

    +
    18:00

    Marian Misiak is a graphic designer, journalist, founder of the Polish typographic platform Threedotstype distributing typefaces. He studied sociology at the University of Warsaw and type design at the University of Reading.

  • Marc-Stefan Andres

    +
    19:00

    Marc-Stefan Andres ist Journalist für brand eins, Süddeutsche und ZEIT und Gründer von RUMS. Er entwickelt Konzepte und produziert Features, Reportagen, Interviews und Filme. RUMS ist ein lokales Online-Projekt aus Münster, in dem es um digitalen, unabhängigen und konstruktiven Lokaljournalismus geht. Hierbei werden lokale Projekte aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Umwelt aufgegriffen und auch verhandelt, wie wir uns Zusammenleben und Miteinander vorstellen.

    In unserem Gespräch geht es um die Aufgaben des Lokaljournalismus: Was bedeutet lokale Identifikation für unser Miteinander und wie können wir diese als Designer_Innen aktiv mitgestalten?



    RUMS.MS

  • 26. Mai
  • Rebecca Stephany

    +
    18:00

    Rebecca Stephany ist Designerin, Künstlerin und Forscherin und seit 2016 Professorin für Kommunikationsdesign an der HfG Karlsruhe. Sie verfolgt einen feministischen Gestaltungsansatz, indem sie auf multidisziplinäre Gestaltungsgundlagen und Strategien zurückgreift, die diskriminierende Strukturen durchbrechen. Zusammen mit Anja Kaiser entwarf sie das „Glossar des Undisziplinierten Gestaltens“, dass eine lose Sammlung ungehorsamer Strategien, bestärkender Vorbilder und kritischer Werkzeuge im Grafikdesign ist. Es feiert sowohl unangepasste Vorreiter*innen im Grafikdesign als auch Zeitgenöss*innen, deren Praxen die eurozentristische und männlich-dominierte Geschichtsschreibung im Grafikdesign in Frage stellen.

  • Merlin Monzel

    +
    19:00

    Die Fähigkeit, mentale Bilder zu generieren, folgt einem Kontinuum: Einige Menschen können fotorealistische Repräsentationen von Objekten in ihrem Kopf erzeugen; andere sehen nur verschwommene Bilder. Menschen, die von Aphantasie betroffen sind, können gar nichts sehen. Psychologe und Romanautor Merlin Monzel, selbst von Aphantasie betroffen und Leiter des Aphantasia Research Projects der Universität Bonn, untersucht in seiner Doktorarbeit das visuelle Vorstellungsvermögen und entwickelt objektive Tests zur Feststellung von Aphantasie.

  • 2. Juni
  • Michael Haverkamp & Kathleen Raasch

    +
    18:00

    Dr. Michael Haverkamp arbeitet bei den Ford-Werken in Köln und entwickelt dort Konzepte und Methoden multisensorieller Gestaltung, unter anderem im Feld der Psychoakustik. Er ist selbst Synästhetiker und international anerkannter Dozent und Autor. Zu seinen Veröffentlichungen zählen wissenschaftliche Artikel sowie Fachbücher über synästhetisches Design und kreative Produktentwicklung. Außerdem arbeitet der Saxophon-Spieler an der künstlerischen Umsetzung von Synästhesie-Projekten.

    Seine Arbeiten und Kunstwerke beleuchten Phänomene der Synästhesie. Sie berücksichtigen aber auch die weit verbreiteten Fähigkeiten sensorübergreifender Verbindungen und Assoziationen, sowie multisensorische Symbolik und die Generierung von Gestaltungs-Regeln.

    Dies ermöglicht unter anderem die Entwicklung zahlreicher Anwendungsbereiche wie Sounddesign, multisensorisches Produktdesign, virtuelle Umgebungen und die Korrelation von Musik und bildender Kunst.

    Haben alle Gestalter_innen eine Form der synästhetischen Wahrnehmungen? Und welche Folgen hätte das für den Designprozess? Kathleen Raasch – Gestalterin für visuelle Kommunikation – hat sich in Ihrer Masterarbeit mit diesen Fragen auseinander gesetzt. Seit 2014 arbeitet Sie als Kreativdirektorin bei Sten Hema und lebt in Berlin.



    KATHLEENRAASCH.DE

  • 9. Juni
  • jef chippewa

    +
    18:00

    jef chippewa ist Komponist und Notensetzer auf dem Gebiet der Neuen Musik. Mit seinem Unternehmen shirling & neuweise beschäftigt er sich mit der optimalen Darstellung der Musik unserer Zeit. Um den spezifischen und besonderen Bedürfnissen der Notation neuer Musik gerecht zu werden entwarf und entwickelte er die Musikschrift »neueweise«. Er leitet Seminare über die Gestaltung für Neue Musik und hat unter anderem die erste digitale Fassung von Lachenmanns Schlüsselwerk »Pression« gestaltet (Breitkopf). In seinem Talk gibt er einen Einblick in die Schriftgestaltung für Notenschriften und welche gestalterischen Herausforderungen die Notentypografie zu bieten hat.

  • Jérôme Knebusch

    +
    19:00

    Variable Fonts finden Stück für Stück ihren Weg in unseren Design-Alltag. Die neue Vielfalt der Schriften lässt Gestalter_innen den Freiraum, jede Font spezifisch auf ihr Projekt anzupassen. Im Vortrag „If, Instant, Almost – Evolutive Schriften & Variable Fonts“ wird sich Jérôme Knebusch mit genau dieser Variabilität auseinandersetzen und drei Schriften präsentieren, die mit diesem System spielen.

    Jérôme Knebusch ist ein deutsch-französischer Grafikdesigner und Schriftgestalter mit Sitz in Frankfurt am Main. Neben seinem Verlag „Poem Editions“ ist er Professor am National Institute for Typographic Research (ANRT) und an der École supérieure d’art de Lorraine (ESAL) in Frankreich.



    JEROMEKNEBUSCH.NET

    POEM-EDITIONS.COM

    Foto: ATypI Montréal 2017

  • 16. Juni
  • Ruben Pater

    +
    18:00

    Gestaltung ist immer politisch und untrennbar mit Werten und Ansichten verbunden; sie wirkt auf Gesellschaft. Dieser Verantwortung sollten wir uns als Gestalter_innen immer bewusst sein. Der niederländische Designer und Autor Ruben Pater untersucht in seinen Projekten, wie Grafikdesign im gesellschaftlichen Kontext bestehende Verhältnisse dekonstruiert oder reproduziert, wie Gestaltung diskriminierend oder »empowering« sein kann und wie eng Gestaltung und Macht verwoben sind.

    Design is always political and inseparable from values and beliefs of the designers; it affects society. As designers, we should always be aware of this responsibility. In his projects, Dutch designer and author Ruben Pater investigates how graphic design deconstructs or reproduces existing social conditions, how design can be discriminatory or empowering, and how closely design and power are interwoven.

  • Christina Beck

    +
    19:00

    Corona ist in unser aller Alltag präsent – auch visuell. Die täglichen Nachrichten im Fernsehen präsentieren die aktuellen Corona-Zahlen mit einem 3D-Bild des Virus. Wie entstehen diese Wissenschaftsbilder, wie werden sie in der Wissenschaftskommunikation ein­ge­setzt und welche Wirkung ent­falten sie? Die promo­vierte Biologin Dr. Christina Beck leitet die Ab­teilung Kommuni­kation in der Max-Planck-Gesellschaft. Für sie ge­hört es zur Praxis der Wissen­schafts­kommuni­kation, neue Kanäle, Formate und Ab­bildungs­mög­lich­keiten zu er­proben, um ver­schiedene Ziel­gruppen zu er­reichen. Kommuni­kations­strategien müssen hinter­fragt und an­ge­passt werden, um Wissen­schaft dauer­haft erfolg­reich ver­mitteln zu können.

  • 23. Juni
  • Gayane Yerkanyan

    +
    17:00

    Gayane Yerkanyan ist eine Produktdesignerin und Typografiekünstlerin. Sie lebt und arbeitet seit 2015 in Amsterdam. Ihre typografischen Arbeiten beinhalten die Dekontextualisierung von armenischen Buchstaben, um neue visuelle und symbolische Bedeutungen anzubieten. Sie verwendet die Buchstaben und seine nachfolgenden Permutationen als Metapher für ihre Versuch des Individuums, sich selbst als etwas Autonomisches und als Teil der Gesellschaft zu definieren.



    GAYANE-ART.COM

    GAYANE-DESIGN.COM

  • Marc Schütz

    +
    18:00

    Marc Schüz, geboren 1977 in Frankfurt am Main, studierte an der HfG Offenbach, wo er seit 2020 als Professor für Typografie unterrichtet. 2007 gründete er zusammen mit Ole Schulte das Design-Büro Schultzschultz in Frankfurt am Main. Zu seinen designerischen Tätigkeiten zählt unter anderem das Redesign der 1927 gestalteten Schriftfamilie Kabel, wie auch die Gestaltung von programmierter zeitgenössischer Typografie. In Koorperation mit der HfG Offenbach und dem Klingspor Museum gründete er 2017 das Klingspor Institut für Schriftgestaltung, welches er seitdem leitet.

  • Clemens Gramespacher

    +
    19:00

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DESIGN(PLUS) – Eine Veranstaltungsreihe zur Relevanz von Design Heute.

DESIGN(PLUS) ist eine inter-disziplinäre Veranstaltungsreihe der Fachrichtungen Kommunikationsdesign und Innenarchitektur an der Hochschule Mainz in Kooperation mit dem Institut für Neue Technische Form (INTeF) Darmstadt. Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfond der Hochschule Mainz.